Schneeflöckchen Weißröckchen?

Besonders aufregend und anders war natürlich Weihnachten. Für mich ist Weihnachten, wie für die meisten sicherlich, ein Fest von Familie und Beisammensein. Da ist es dann natürlich schon gewöhnungsbedürftig, wenn man stattdessen ohne die eigene Familie und dann 10 000 km entfernt die Weihnachtstage verbringt.

Zwar wurden schon Anfang November die Weihnachtsdekorationen auf den Straßen und in den Shopping- Centern aufgehangen, dennoch fehlte bei mir, zu jeglicher Zeit die Weihnachtsstimmung. Das änderte sich auch kurz vor Weihnachten nicht. Dazu beigetragen hat in jedem Fall das Wetter. Wie soll man schließlich bei 30 Grad, ein Gefühl von Schneemännern, Weihnachtschlitten und Gemütlichkeit bekommen?

Alles in allem habe ich natürlich Weihnachten gefeiert, wenn auch auf einige, für mich typische Traditionen verzichtet. Zum Beispiel blieben die Adventssonntage aus, an denen ich sonst den ganzen Tag auf der Couch liege, einen Märchenfilm nach dem anderen schaue und mir den Bauch mit selbstgebackenen Plätzchen vollschlage (welche dieses Jahr auch ausgeblieben sind).

Heiligabend habe ich gemeinsam mit Mathilda bei ihrem Freund, David, und seiner Mutter in Buga verbracht. Um alten Traditionen nicht komplett abzuschwören, dachten wir uns, es wäre sicherlich ein bereichernder kultureller Austausch, wenn wir uns um das Weihnachtsessen kümmern. So kam es also, dass wir Kartoffelsalat und Buletten gemacht haben. Vor allem beim Schnippeln der Gewürzgurken, kamen etwas skeptische Blicke unserer Gastgeber. Mathilda und ich waren allerdings voller Vorfreude auf das Essen. Wir wissen ja wie gut das schmeckt. Während dem Kochen, haben wir zwischenzeitig ein bisschen deutsche Weihnachtsmusik angemacht. Das war der einzige Moment in diesem Jahr, an dem ich annähernd ein bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen bin!

Der Moment war dann so schnell wie er gekommen war, auch wieder vorüber, als die deutsche Weihnachtsmusik zu kolumbianischer Salsa- Musik wechselte.

Da ich natürlich von einem kulturellen „Austausch“ gesprochen habe, gab es natürlich auch noch etwas traditionell kolumbianisches. David’s Mutter hatte einen süßen Salat aus Ananas, Kohl und Rosinen gemacht, der sich auch als sehr lecker herausstellte.

Dann kam es zu einer kleinen Bescherung und der Abend wurde abgeschlossen mit ein bisschen Salsa und 3 Litern Sangria.

Der erste und zweite Weihnachtsfeiertag hatte dann offiziell überhaupt nichts mehr mit Weihnachten zu tun. Das war aber auch in Ordnung so, weil es am 27. Dezember für Mathilda und mich auch schon losging in unseren Urlaub.

Definitiv ein Weihnachten, das anders nicht hätte sein können, aber eben auch wieder eine Erfahrung die es wert ist!

 

Ein Kommentar

  1. Jan Thomas · Januar 20

    Guten Morgen Lea, da hab ich gleich an das Weihnachtsfest gedacht, daß ich mit Deinem Vater in Bariloche verbracht habe. Einzig der Kalender wusste, daß Heiligabend ist. Und es war toll, völlig anders. Ich wünsche Dir, daß Du noch viele weitere, unterschiedliche Weihnachtskulturen kennenlernst. Auch bei uns verändert sich viel. Frühlingshafte Temperaturen im Winter, Wasser satt im Ziestsee und jeder Monat hat seinen Sturm. Liebe Grüße von uns, macht Euch ein schönes Wochenende.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s