Medellín

Letzten Freitag ging es dann also los. Raus aus Cali, auf nach Medellín.

Auf der Hinfahrt im Bus habe ich nur mehr oder weniger die Augen zugemacht, weil man hier in Kolumbien anscheinend der Meinung ist, man müsste bei 30 Grad Außentemperatur den Reisebus auf kuschelige 15 Grad runterkühlen. Mit langer Hose, langärmeligen Shirt und Pullover habe ich trotzdem noch gefroren und mich beinahe Gefühlt wie im deutschen Herbst.
Nach 8 Stunden Fahrt sind wir dann Samstag Morgen, gegen 7 Uhr in Medellín angekommen. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, bis wir in unserem Hostel einchecken konnten, machten sich Mathilda und ich erstmal auf die Suche nach etwas zu frühstücken.
Bei einem Kaffe und einem Croissant de Queso überlegten wir uns dann erstmal was wir als erstes in dieser großen Stadt machen könnten. Devise dieses Trips- eindeutig Spontanität, denn wirklich geplant was wir in Medellín machen, hatten wir vorher nicht.

Es trieb uns als erstes zum Pueblito Paisa, einem nachgestellten Dorf auf einem Berg mitten in Medellín. Zu Fuß ging es dann den Berg hoch. Oben angekommen hatte man einen schönen Blick auf Medellín, aber es war offensichtlich, dass dieses Dörfchen mit Flair, besonders eine Attraktivität für Touristen darstellte.

Nach dem Einchecken im Hostel ging es dann auch gleich weiter mit unseren Erkundungstouren. Wir trafen uns mit einem Freund von Mathilda aus Buga und einer Freundin dessen, die aus Medellín kommt.

Sie nahmen uns mit in den Parque Explora, was ein mächtiger Spaß war. Ein Ort für Groß und Klein an dem man Naturwissenschaften praktisch mit vielen verschieden Experimenten entdecken konnte. Das ließ in mich, als kleine Physik-Liebhaberin, dann gleich nochmal wie ein kleines Kind fühlen.

Danach einmal kurz frisch gemacht im Hostel und weiter ging’s, obwohl man uns die Müdigkeit sicherlich schon angesehen hat.  Weiter in den Parque Lleras, ein Ort bestehend aus vielen Restaurants und Bars. Für uns ging es in die Bar ‚Beer Factory‘. Gutes Bier, gute Gespräche in Spanisch, Englisch und Deutsch und eine Menge Gelächter. Das war wirklich ein schöner Abend.

Abends fielen Mathilda und ich wortwörtlich ins Bett, jedoch ging es am nächsten Tag wieder früh raus. Auf in den Parque Arví. Mit Metro und Gondelfahrt ging es hoch heraus aus Medellín und direkt rein in die Natur. Eine gelungene Abwechslung zum ständigen Stadttreiben. Das tat einfach mal gut, raus aus Lärm und Treiben.
Ein weiteres Abenteuer dieses Tages- wir waren Zipline fahren. An einem Drahtseil über die Gipfel geschwungen. Ein kurzer Anflug von Adrenalin und ein bisschen das Gefühl als wäre man ein Vogel, weil man von oben unter sich schaut und alles ein bisschen kleiner ist.

Auch das Ende unseres Kurztrips sollte nicht weniger spektakulär sein. Abends ging es für uns auf einen Aussichtspunkt, von dem man einen unglaublichen Blick auf das leuchtende Medellín hatte. Mit kühler Brise und einem Becher heißer Schokolade (die dieses Mal viel besser schmeckte) lies der Moment Freiraum seinen Gedanken freien Lauf zu machen.

Am Nächsten Tag ging es dann auch schon mit einer 10!- stündigen Busfahrt zurück nach Cali und mit dem Gefühl- ich hab endlich was erlebt.

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